Search here...
TOP
Blog Reiseplanung Vorbereitungen Weltreise

Finanzierung einer Weltreise

  • Eine Weltreise würde ich auch gern mal machen, aber dafür habe ich zu wenig Geld
  • Wow, eine Weltreise – aber das ist doch bestimmt teuer

So oder so ähnlich sind häufig die Reaktionen, wenn ich von meinen Reiseplänen erzähle. Natürlich brauchst du eine gewisse Menge Geld, um in die Welt aufzubrechen, aber Millionär musst du deshalb noch längst nicht sein. Falls du einer bist, herzlichen Glückwunsch! Aber für dich ist dieser Artikel leider nicht gedacht. Dieser Artikel ist für Leute, die weder im Lotto gewonnen haben, noch ihre Reisekasse von den Eltern bereitgestellt bekommen.

Hallo ihr Leidensgenossen da draußen, wir alle haben eins gemeinsam: Wir müssen sparen!

Sparen für irgendetwas ist schwer.

Sparen für etwas, das man wirklich möchte dagegen wesentlich einfacher.

Früher habe ich mein Geld verdient und so ziemlich passend über den Monat ausgegeben. Ich war nie der Mensch der „einfach so“ was auf die Hohe kannte gelegt hat, bekam teilweise sogar Probleme, wenn ich aus der Reihe 300 Euro für mein Auto bezahlen musste. Ich habe mir nie etwas aus Sparen gemacht und hatte somit auch kein Polster, was größer als 200 Euro war – wenn überhaupt.

Wenn ich wusste, ich fahre in den Urlaub, habe ich die zwei Monate vorher ein wenig mehr auf meine Ausgaben geachtet und gut war es. Leben im Hier und Jetzt. „Geld sparen kann ich auch noch später“, war die Devise. Doch mit konkreter werdenden Plänen für die Weltreise hat sich diese Denkweise um 180 Grad gedreht. Plötzlich hatte ich das große „Wofür“, das es vorher einfach nicht gab. Und plötzlich fiel es mir auch nicht mehr so schwer wie vorher Geld zu sparen.

Natürlich ist man nicht immer super-duper-hoch-motiviert, vor allem nicht, wenn man über einen so langen Zeitraum Geld anspart (bei mir waren es etwas über 2 Jahre), aber mir hat es geholfen, mir immer vor Augen zu halten, was ich für das potentiell ausgegebene Geld auf der Reise bekommen würde.

  • Die zehnte Jeans: 90 Euro – dafür könnte ich drei Tage in Thailand leben
  • Für die 30 Euro im Restaurant würde auf Bali ein zweitägiger Kochkurs rausspringen

Wie viel Geld ich letztendlich gespart habe sage ich ganz offen:

30.000 Euro

Wobei ich direkt sagen möchte, dass es in keinster Weise als Richtwert für jemanden anzusehen ist. Je nach dem in welchem .. ich nenne es mal „Modus“.. du unterwegs bist, kannst du sehr sehr wenig bis unglaublich viel Geld ausgeben.

Wenn du trampst, nur selbst kochst und im Zelt schläfst, gibst du vielleicht im Monat genauso viel aus wie, ein 5-Sterne-Luxus-Reisender an einem einzigen Tag. Ebenfalls ist die Auswahl deiner Reiseländer maßgeblich, wie teuer oder günstig deine Reise wird. Weitere Faktoren sind Haupt- oder Nebensaison, ob du alleine bist oder einen Reisepartner hast oder mit welchen Verkehrsmitteln du bevorzugt reist.

Du siehst also, die Kosten lassen sich sehr schlecht pauschalisieren. Als ganz groben Richtwert hört man häufig 1000 Euro pro Reisemonat. Ich denke, wenn man eine gute Mischung an günstigen und teuren Ländern bereist und eher low-budget unterwegs ist, sich aber auch ab und an mal was gönnt, kann dieser Richtwert passen. Ich werde es herausfinden, denn ich werde alle Kosten auf der Reise aufschreiben und ein Abschlussfazit zu jedem Land ziehen.

Aber jetzt zurück zum Thema: Was genau habe ich getan um mir das Geld zusammen zu sparen. Grundsätzlich gibt es nur zwei Dinge die du beachten musst:

  • Ausgaben verringern
  • Einnahmen erhöhen

Klingt ganz einfach, oder? Naja, leichter gesagt als getan. Aber wenn du dir immer wieder vor Augen führst wofür du das eigentlich alles machst, wirst du zusehen, wie deine Reisekasse wächst und damit auch die Vorfreude. Denn plötzlich realisierst du: Ich kann. Und ich werde!

Wie du dann auch noch von unterwegs etwas für deine Reisekasse tun kannst liest du weiter unten.

Ausgaben verringern

Extrakonto

Als Erstes, wenn du vor hast für eine Reise zu sparen, solltest du dir ein Extrakonto anlegen, das nur für deine Reise gedacht ist. Warum, fragst du dich vielleicht, du könntest das Geld ja auch ganz einfach auf deinem Girokonto ansammeln. Der Vorteil eines Extrakontos ist allerdings, dass du nicht so leicht an das Geld drankommst und den genauen Betrag auf dem Konto immer im Blick hast. Und glaub mir, es ist ein tolles Gefühl, wenn der Betrag auf dem Konto immer mehr wächst und wächst.

So, was solltest du also tun damit das bei dir auch so ist? Bereits am Anfang des Monats solltest du einen festen Betrag auf das Konto überweisen, damit du es nicht mehr auf deinem normalen Konto hast und es so auch nicht ausgeben kannst. Frei nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn.

  • Um herauszufinden, wie hoch dieser Betrag am besten sein soll ist es sinnvoll 2-3 Monate deine Ausgaben genau zu beobachten (und aufzuschreiben) um zu sehen, wofür du dein Geld ausgibst, welche Ausgaben vermeidbar wären und wie hoch deine monatlichen Fixkosten sind. Einen kleinen Puffer für Ausgaben aus der Reihe solltest du einplanen und der Rest der übrig ist, ist dein Betrag X.

Dieser Betrag ist sehr individuell, bei mir gingen jeden Monat 500 Euro von meinem Krankenhausgehalt auf das Weltreisekonto.

Ziel nicht aus den Augen verlieren

Je nach dem, wie diszipliniert du bist, kannst du von jetzt an jeden übrigen Cent für die Reise sparen und hast innerhalb von einem kurzen Zeitraum sehr viel Geld zusammen. Aber dafür hast du in der Zeit auch kein Leben mehr. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nichts bringt, sich absolut gar nichts mehr zu gönnen. Denn erstens wird der Monat dann unglaublich lang und zweitens unglaublich langweilig. Du hast das Gefühl überhaupt nicht mehr am Leben teilzuhaben. Das frustriert und irgendwann kommt der Monat, in dem du total über die Strenge schlägst, weil du dir alles verboten hast in der letzten Zeit.

Aber natürlich kannst du auch kein Budget ansparen, wenn du so weiter machst wie vorher. Daher solltest du dir überlegen, wo sich Geld einsparen lässt, es aber nicht zu sehr wehtut. Gehst du also zum Beispiel jedes Jahr auf 3-4 Festivals, wie wäre es im Jahr vor der Reise nur auf eins zu gehen? So hast du trotzdem noch eine schöne Zeit, hast aber einiges an Geld zu den Vorjahren gespart. Genauso verfahre bei Restaurantbesuchen, Kino oder Partys. Es kann doch genauso schön sein, die Freunde nach Hause einzuladen, zusammen zu kochen oder einen Film auf dem Sofa zu schauen.

Verbiete dir nicht jegliche Art von Ausgaben oder Freizeitaktivitäten, aber hinterfrage Dinge mehr.

  • Bring dir ein selbstgemachtes Frühstück mit auf die Arbeit, anstatt dir jeden Morgen ein Brötchen zu kaufen.
  • Kaufe nicht das 30ste T-shirt, sondern nur die Winterjacke die du wirklich brauchst.
  • Muss es das Markenmineralwasser sein oder reicht auch das Wasser aus der Leitung?
  • Ein Netflix-Abo ist günstiger, als zwei Mal im Monat ins Kino zu gehen.

Spontankäufe vermeiden

Ein neues paar Schuhe, weil du dich mit deinem Freund gestritten hast? Die vierte Sonnenbrille, weil sie so gut zu deiner blauen Tasche passt? Oder der Outdoorteppich, weil er deinen Balkon um einiges aufwerten würde?

Ein Klick und schon ist der Inhalt des virtuellen Einkaufswagens als Paketlieferung auf dem Weg zu dir oder du bist nach dem Stadtbummel mit deiner besten Freundin einige Euro ärmer. Im besten Fall freust du dich auch Wochen danach noch über die Sachen, aber wie häufig denkt man im Nachhinein: „Das hätte nicht sein müssen, hätte ich das mal nicht gekauft“.

Um diese hätte-hätte-Fahrradkette-Gedanken ein für alle Mal aus deinem Leben zu verbannen, solltest du Spontan- oder Frustkäufe vermeiden. Vielleicht benötigst du ja wirklich einen neuen Teppich für deinen Balkon. Falls ja, benötigst du ihn aber auch noch in 4 Wochen.

Wenn du sonst sofort auf „kaufen“ klicken würdest, tust du nun den Artikel nur in deinen Warenkorb oder auf die Beobachtungsliste und schaust dir mit etwas zeitlichem Abstand den Artikel nochmal an. Willst du ihn immer noch unbedingt? Und wenn du ihn willst, brauchst du ihn auch wirklich?

Nur wenn du diese Fragen sofort mit einem klaren JA beantworten kannst, solltest du auch zuschlagen. Verfahre genauso mit der Sonnenbrille im Laden oder dem paar Schuhe. Kaufe nicht aus einer Laune heraus sondern lass dir die Sachen zurücklegen. Wenn du die nächsten Tage nur noch an diese Sonnenbrille denkst, dann geh zurück und kauf sie – die wirst du auf deiner Reise eh besser gebrauchen können als einen Balkonteppich.

Aber zurück zum Ernst der Sache. Wenn du dir Dinge viel bewusster kaufst wirst du

  • nur das kaufen, was du auch wirklich brauchst und
  • viel länger Spaß daran haben

Denn du bereust keine Käufe mehr. Wer kennt sie nicht, die Jacke oder das Kleid, das ungetragen mit Preisschild im Schrank hängt.

Nicht genutzte Verträge/ Abos kündigen

Gehst du wirklich in das Fitnessstudio, das du jeden Monat bezahlst? Hast du noch ein Zeitschriftenabo, obwohl du die Magazine nicht liest?

Der nächste Tipp ist es, zu schauen welche Abos oder Verträge du hast und welche du davon ändern oder ganz kündigen könntest. Als erstes solltest du eine Bestandsaufnahme deiner bestehenden Abos und Verträge machen und einmal aufschreiben, welche Verträge du eigentlich hast.

  • Schau auf deine Kontobewegungen, wer was von deinem Konto abbucht. So vergisst du kein Abo, das du nicht mehr nutzt und schon ganz vergessen hast.

Wenn du nun einen Überblick über deine Verträge hast, musst du dir überlegen, welche du davon wirklich nutzt, welche du brauchst und welche gekündigt werden können. Such dir nun betreffende Verträge raus und schau nach wie die Kündigungsbedingungen sind. Auch das solltest du hinter die jeweiligen Verträge schreiben, sodass du alles auf einen Blick hast. Am besten setzt du dich nun an einem Tag hin und kündigst alles was du nicht brauchst, und bittest – ganz wichtig – um eine schriftliche Kündigungsbestätigung oder gibst die Kündigung persönlich ab und lässt dir die Bestätigung direkt ausstellen.

Übliche Verdächtige für solche toten oder auch unnötigen Verträge sind Zeitschriften/ Zeitungsabos, monatliche Kosmetikboxen, Fitnessstudio, kostenpflichtige online Mitgliedschaften für sonstwas (Rezepte, Sport, Klamotten).

Na, bist du auch betroffen? Dann los, kündige deine ungenutzen Verträge und deine Reisekasse wird es dir danken!

Tarife Vergeichen

Egal ob Strom, Handytarif oder Versicherungen: Vergleichen und wechseln lohnt sich! Ja, leichter gesagt als getan. Denn die Bequemlichkeit siegt hier ganz klar. Wenn du schon seit Jahren beim Stromanbieter XY Strom beziehst, dann ist es ja auch bequem, einfach dabei zu bleiben. Wenn du dich aber einmal an Verträge wie deinen Strom- oder Handyvertrag setzt und Anbieter im Internet vergleichst, kannst du schnell mal ein paar Euro sparen.

Die 5 Euro lohnen den Aufwand nicht, denkst du? Wenn du 5 Euro im Monat beim Stromanbieter sparst, sind das innerhalb von 2 Jahren 120 Euro! Wenn du dann in einem anderen Vertrag noch 6-7 Euro pro Monat sparen kannst, kannst du in Indonesien davon deinen Tauchschein machen. Das hättest du nicht gedacht, oder? Tja, Kleinvieh macht eben auch Mist.

Umziehen

Zugegebenermaßen ist dieser Tipp nicht für jeden etwas, wobei dieser Tipp nicht nur Kleinvieh, sondern große Mengen Geld jeden Monat sparen kann. Also solltest du zumindest einmal darüber nachdenken. Du weißt ja, dass es nur temporär ist, denn in absehbarer Zeit bist du ja sowieso weg!

Nutzt du deine Wohnung komplett oder hast du ein Zimmer das keinen Zweck hat und eigentlich nur als Abstellkammer dient? Wie wäre es denn, wenn du dieses Zimmer untervermieten würdest. Wichtig dabei, du brauchst dafür die Zustimmung deines Vermieters! Also bitte vorher abklären, um für diese Idee grünes Licht zu bekommen.

Wenn dein Vermieter zustimmt, kannst du auf Seiten wie ebay kleinanzeigen oder wggesucht inserieren und dir so durch die Mieteinnahmen zusätzliches Geld an die Seite legen.

Du darfst dein Zimmer nicht untervermieten oder lebst lieber alleine? Auch dann gibt es Möglichkeiten mit deiner Wohnung Geld zu sparen. Du kannst zum Beispiel zurück zu deinen Eltern ziehen oder dir eine kleinere (und damit günstigere) Wohnung mieten. Oft sind es 100 Euro oder mehr die sich so jeden Monat sparen lassen, na wenn das nicht viel Geld ist!

  • Genauso habe ich es vor 1,5 Jahren gemacht. Als Krankenschwester habe ich die Möglichkeit in unserem Schwesternwohnheim zu wohnen und bezahle dort jetzt 250 Euro weniger, im Vergleich zu meiner alten Wohnung. Ich habe zwar anstatt 3 Zimmern jetzt nur noch eins, aber die Einschränkungen sind mir mein Traum von der Weltreise allemal wert!

Sprit sparen

Erklärt sich von selbst oder? Lass das Auto einfach mal stehen und nimm das Fahrrad, gehe zu Fuß oder nutze öffentliche Verkehrsmittel. Das schont nicht nur deinen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Vielleicht hat ein Kollege den selben Arbeitsweg wie du? Bildet eine Fahrgemeinschaft!

Wenn du in einer Großstadt lebst oder das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel gut ausgebaut ist, solltest du überlegen, dein Auto ganz zu verkaufen. Du sparst Versicherung, Steuer und bekommst noch Geld für dein Auto. Falls du (wie es bei mir der Fall ist) auf dein Auto angewiesen bist, kannst du dennoch den kleinen Einkauf mit einem Spaziergang verbinden oder im Sommer mal mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.

Sobald deine Reise unmittelbar bevorsteht, solltest du dir über das Thema Auto allerdings nochmal Gedanken machen. Alles was du dazu wissen musst kannst du hier lesen.

Gebraucht kaufen

Wenn man von einem Zeitraum von zwei Jahren der Ansparphase ausgeht, ist es klar, dass du in dieser Zeit auch Sachen kaufen musst. Ob es eine Winterjacke ist, weil bei der alten der Reißverschluss kaputt ist oder ein Sessel, da der Alte aus allen Nähten platzt.

Aber anstatt neue Sachen zu kaufen, solltest du auf gebrauchte zurückgreifen, denn die sind trotzdem gut aber um ein vielfaches günstiger. Auf Portalen wie kleiderkreisel oder ebay kleinanzeigen, gibt es eine große Auswahl an gebrauchten Artikeln, nach denen du in Kategorien stöbern kannst.

Oder wie wäre es mit einem Rundgang auf dem Flohmarkt anstelle der Modeboutique?

Auch wenn es um Technik geht, gibt es die Möglichkeit gebraucht zu kaufen – sogar mit Garantie! Die Seite rebuy ist da eine super Anlaufstelle. Hör dich doch auch mal bei Bekannten und Verwandten um, vielleicht hat jemand ein Handy günstig abzugeben, wenn du ein Neues brauchst? Es gibt viele Möglichkeiten gebrauchte und gute Dinge zu kaufen bei denen sich ordentlich Geld einsparen lässt!

Selber machen

Der Tipp „selber machen“ ist sehr allgemein anzusehen und kann auf die verschiedenen Bereiche des Lebens angewendet werden. Anstatt dir ein Sofa zu kaufen, kannst du dir günstig ein paar Paletten kaufen und mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst ein Sofa bauen. Vielleicht bezahlst du auch jemanden dafür, der deine Wohnung putzt, deine Wäsche bügelt oder deine Büsche im Garten stutzt? Auch hier wieder die Devise: Selber machen!

Wenn man sich ein bisschen genauer mit seinem Alltag auseinandersetzt, finden sich viele Situationen oder Dinge, die durchs selber-machen Geld sparen.

  • Schmier dir ein Brötchen, anstatt eins zu kaufen
  • Schneid dir selbst die Spitzen, anstatt beim Frisör für einen Haarschnitt zu bezahlen
  • Koch dir selbst einen Kaffe, anstatt die to-go Variante zu wählen
  • Koch dir und deinem Schatz ein Essen, anstatt ein Restaurant zu besuchen.

Überdenke deinen Alltag und ich bin sicher, auch du wirst einige Dinge finden, die du selber machen kannst!

Einnahmen erhöhen

Einen Zweitjob annehmen

Meine Oma sagt immer „Von nichts kommt nichts“, und genau so ist es auch. Wenn du Geld sparen möchtest, musst du etwas dafür tun. In Deutschland darfst du einen 450-Euro-Job ausüben, den du nicht versteuern musst, d.h. alles Geld was du dort verdienst (maximal 450 pro Monat) bekommst du 1 zu 1 ausgezahlt. Wenn du also irgendwie einen zweiten Job unterbringen kannst, solltest du dich über die Möglichkeiten informieren.

Im besten Fall kannst du in deinem gelernten Beruf arbeiten, so wie ich es getan habe. Ich war zusätzlich zu meiner Vollzeitstelle im Krankenhaus bei einer Dame zuhause, die rund um die Uhr versorgt werden musste.

In meinem Fall waren das 36 Stunden pro Monat zusätzliche Arbeit. Wenn du nicht in deinem gelernten Beruf arbeiten kannst oder möchtest, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, um nebenbei Geld zu verdienen. Ob du kellnern gehst, Pizza auslieferst, dir eine Putzstelle suchst oder in einer Fabrik am Band stehst, die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Ein großes Angebot über so genannte Mini-Jobs in deiner Nähe gibt es bei jobbörse.de oder bei der Agentur für Arbeit.

  • Lass dir das Geld von dem Job direkt auf dein Weltreisekonto überweisen, so kommst du nicht in Versuchung es auszugeben, weil du dich nicht an das mehr-Geld-haben gewöhnst

Dinge verkaufen

Geld machen aus Sachen, die man schon hat aber nicht mehr nutzt? Besser geht es doch nicht! Mach einen ordentlichen Frühjahrsputz und rümpel deine Sachen aus. Sortier alles aus, was du nicht mehr brauchst oder wovon du denkst, dass du es noch verkaufen könntest.

Glaub mir, auch die hässliche grüne Vase, die du irgendwann mal geschenkt bekommen hast, kannst du auf dem Flohmarkt loswerden. Und wo wir schon beim Thema sind: Geh auf den Flohmarkt! Verkaufe dort deine Sachen und mache sie zu Geld, nebenbei wirst du merken, wie befreiend es ist, nicht gebrauchte Gegenstände loszulassen.

Weiterer Nebeneffekt: Es macht Spaß und minimiert die Dinge, die du einlagern musst, während du weg bist. Wenn du nicht so der Flohmarkt-Typ bist, kannst du deine Sachen natürlich auch im Internet verkaufen. Einschlägige Portale habe ich dir schon weiter oben unter „gebraucht kaufen“ empfohlen.

Steuererklärung machen

Auch mit der Steuererklärung lässt sich einiges an Geld verdienen bzw. wieder zurückholen. Zugegebenermaßen, du musst du ein wenig Schweiß und Zeit in deine Steuererklärung investieren, falls du sie selbst machst.

Ich habe das die letzten Jahre getan und muss sagen, es war gar nicht soooo schwer sich in das Thema einzufuchsen. Informationen wie du deine Steuer selbst machen kannst, bekommst du bei deinem Finanzamt oder online.

Wenn du dich nicht selbst durch deine Rechnungen und den Wust an Informationen im Internet wühlen willst, gibt es ja zum Glück auch Steuerberater. Diese kosten zwar etwas Geld, wissen aber mit Sicherheit an der einen oder anderen Stelle noch ein paar Euros rauszuholen.

Also kram deine elektronische Lohnsteuerbescheinigung (bekommst du jährlich vom Arbeitgeber) raus und los gehts!

Blut spenden gehen

Ein Pieks im Arm und eine Stunde später hältst du Geld in der Hand? Ja, so oder so ähnlich kann das ganze für dich laufen. Mit diesem Tipp lassen sich einige hundert Euro im Jahr verdienen, allerdings ist Blutspenden nicht für jedermann etwas.

Wenn du eine Nadelphobie, eine chronische Krankheit oder eine Blutarmut hast, solltest du diesen Punkt überspringen. Alle anderen, die soweit gesund sind und sich nicht vor Nadeln fürchten, sollten diese Möglichkeit in Betracht ziehen und sich ein unverbindliches Beratungsgespräch bei einem Blutspendedienst in ihrer Nähe vereinbaren.

Nach einer körperlichen Untersuchung und einem Bluttest weißt du dann, ob du ein potentieller Spender bist oder nicht und wenn ja, was du spenden darfst, denn Blut ist nicht gleich Blut.

Grundsätzlich wird unterschieden in Vollblutspende, Plasmaspende und Thrombozytenspende. Was du wie oft spenden darfst, wie viel Geld du dafür bekommst und was Kriterien sind, wegen denen du nicht spenden darfst, erfährst du alles in deinem Beratungsgespräch.

Ein weiterer Pluspunkt: Du hilfst anderen Menschen und auch für dich ist die Blutspende gesund, denn dein Körper ist dazu angehalten neue Blutkomponenten zu produzieren

  • Das ist das richtige Thema für die Krankenschwester 😀
  • Weitere Informationen zu den Blutspendebedingungen und Zentren in deiner Nähe findest du hier.

Geburtstag und Weihnachten

Wenn du langfristig deine Weltreise planst, hast du außerdem die Möglichkeit, dir Geld oder fehlende Weltreise-Ausrüstungs-Gegenstände schenken zu lassen, denn es ist mindestens noch ein Mal Weihnachten und Geburtstag bis zu abreist.

Eine gute Möglichkeit ist es, eine Wunschliste bei amazon* anzulegen, deren Sichtbarkeit du auf öffentlich stellst. So können sich deine Familie und Freunde aussuchen was sie dir schenken, es bleibt für dich aber eine Überraschung was genau du bekommst.

Alternativ kannst du deiner Oma auch einfach sagen, dass du gerne Geld möchtest.

Wenn du nicht weißt, was du in diese Ausrüstungswunschliste aufnehmen sollst, schau gerne mal in meiner Packliste vorbei und lass dich inspirieren.

Geld während der Reise sparen

Wie oben schon erwähnt, geht es im wesentlichen um die Punkte Ausgaben verringern und Einnahmen erhöhen. Das ist während der Reise das gleiche Prinzip, wie vorher zuhause. Unterwegs unterscheiden sich die Möglichkeiten logischerweise von denen zuhause, aber dennoch hast du einige Möglichkeiten, auch während deiner Reise dafür zu sorgen, dass dein Geld länger reicht bzw. du eventuell sogar Einnahmen erzielst.

Ausgaben verringern (unterwegs)

Wenn du nach der Devise lebst live like a lokal, kommst du nicht nur näher mit der Bevölkerung in Kontakt, sondern tauchst auch viel authentischer in die Kultur und das Leben der Menschen ein. Ein positiver Nebeneffekt davon ist, dass deine Reise auch automatisch günstiger wird.

Übernachtung

Wenn du als Backpacker unterwegs bist, wirst du wahrscheinlich wenig im 5-Sterne-Hotel schlafen, daher muss ich dir nicht erklären, dass es günstigere Alternativen wie Hostels oder Homestays gibt.

Wusstest du allerdings, dass es Möglichkeiten gibt ganz umsonst irgendwo zu übernachten? Auf Portalen wie Couchsurfing oder bewelcome bieten dir Menschen an, bei ihnen zu übernachten – und das für lau! Häufig hast du mit deinem Gastgeber einen Insider-Experten für seine Heimatstadt, der bereit ist sie dir zu zeigen.

Und manchmal findest du in deinem Host sogar einen Freund fürs Leben.

  • Wenn du zu zweit reist, ist es sinnvoll in Hostels die Dorm-Preise mit dem der Doppelzimmer zu vergleichen, denn oft ist das Doppelzimmer günstiger als zwei Dormbetten
  • Je länger du an einem Ort bleibst, desto günstiger werden meist die Unterkünfte (Monatsmiete günstiger als 30x Tagesmiete)

Essen

Grundsätzlich gilt: Dort wo die Lokals essen, ist es meist am günstigsten. Denn die Einwohner verdienen meist nur einen Bruchteil von dem Geld, das wir zur Verfügung haben. Außerdem erlebt man den kulinarischen Eindruck des Landes am besten an authentischen Straßenständen und nicht in teuren Touristenrestaurants.

Je nach Reiseland solltest du auch selbst kochen um Geld zu sparen. In manchen Ländern ist das Essen an Straßenständen allerdings so günstig, dass sich das nicht lohnt (vor allem in Asien).

Transport

Je langsamer du reist, desto günstiger sind deine Transportkosten. Nutze den lokalen Bus anstatt des Taxis, den Nachtzug anstelle des Fliegers und die Fähre statt das Speedboot. Wenn du einen Reisepartner hast oder vor Ort andere Reisende kennengelernt hast, schließe dich mit ihnen zusammen und teilt euch die Kosten für das Taxi.

Touren

Auf die besonderen Erlebnisse einer Reise möchtest du natürlich nicht verzichten, denn das ist es schließlich, was Reisen ausmacht. Dennoch kannst du auch bei Touren eine Menge Geld sparen, denn viele Dinge kannst du auf eigene Faust erkunden oder erleben.

  • Informiere dich einfach vor Ort, im Internet oder bei anderen Reisenden, ob ein Guide und eine geführte Tour sinnvoll oder sogar notwendig sind. Falls nicht, trau dich auf eigene Faust Dinge zu unternehmen. Du sparst nicht nur Geld, sondern bist auch viel freier und individueller unterwegs.

Fazit

Du solltest zwar sparsam mit deinem Geld umgehen, den Sparwahnsinn aber nicht zu weit treiben. Häufig sind es die once-in-a-lifetime-Erlebnisse die eben ins Geld gehen. Und du möchtest doch nicht nach deiner Reise sagen: „Hätte ich mal in Australien im Ningaloo Reef geschnorchelt“, oder „Hätte ich mal die 25 Euro ausgegeben und wäre auf den Tafelberg gefahren“. Außerdem ist es auch nicht Sinn der Sache, jeden Cent 5 Mal umzudrehen, denn dann kannst du deine Reise nicht richtig genießen.

  • Notiere dir deine Ausgaben, so hast du sie im Blick und kannst einfacher in deinem Budget bleiben und bekommst nicht am Ende des Monats eine böse Überraschung

Einnahmen erhöhen (unterwegs)

Mithilfe eines working holiday visums kannst du in deinem Reiseland arbeiten und so Geld für deine weitere Reise verdienen.

Außerdem kannst du online Geld verdienen und ortsunabhängig arbeiten, aber das ist eine andere Geschichte.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Folge mir!

Instagram hat keinen Statuscode 200 zurückgegeben.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen